Bezahlung mit: PayPal
Wählen Sie Ihre Sprache: Dutch German English Spanish Denmark Sweden Norway
Privat Bungalows - Dragonclub 2
Gran Canaria Tours

GRAN CANARIA

- über Gran Canaria
- Wein
- Wasser
- Lucha Canaria (Kanarischer Stierkampf)
- Bananen
- Dünen

> Landkaart van Gran Canaria <

über Gran Canaria:

Oft fällt es schwer, in der Sonneninsel, die nur 150 km von Afrikas Küste entfernt liegt und
von der es schon zu Homers Zeiten hieß, dort herrsche der »ewige Frühling«, eines der
größten Touristenziele Europas zu erkennen. Ungeachtet der drei Millionen Urlauber, die
hier jedes Jahr Wärme und Erholung suchen, hat Gran Canaria seinen ländlichen,
mediterranen Charme bewahrt. Ob San Nicolás im Westen, Galdar im Norden oder Agüimes
im Osten - in den meisten Orten folgt der Alltag seit Generationen bestehenden Gewohnheiten.
Schmal sind die Hauseingänge, schmal die Stiegen und Gassen, schmal selbst die
Durchgangsstraßen, durch die sich der Autoverkehr schiebt. Jeder Ruf hallt von den glatten,
weißen Fassaden wider, die Enge der Häuser verstärkt jedes Geräusch. Wie eine Herde
Schafe scharen sie sich im Casco antiguo, dem alten Ortskern, um die Dorfkirche, die wie
ein Hirte hoch erhobenen Hauptes aus der Menge der quadratischen Flachbauten
herausragt. Die weite, baumbeschattete Plaza, sie ist immer noch das Zentrum kanarischen
Gemeinwesens, Spielplatz für Kinder und Treffpunkt der Alten, die, in traditionelles
Schwarz gekleidet, über den Lauf der Dinge räsonieren.

Nur morgens und abends herrscht in den Gassen Hast. Leute kommen und gehen, die
Unterhaltungen sind laut und impulsiv. Kaum zu folgen ist dem kanarischen Idiom, das
sich in atemberaubender Schnelligkeit über alle Regeln spanischer Phonetik hinwegsetzt
. Frauen lehnen sich aus den Fenstern, schwere Holztüren klappen auf und zu, manchmal
erhascht man Blicke in einen der üppig begrünten Patios. Doch bald läßt die Eile wieder
nach, die Bäckerei leert sich, hohl klingen die letzten Schritte auf dem Pflaster. Die
Fensterläden werden wegen der steigenden Temperaturen verriegelt, und eine seltsame
Stille breitet sich aus.

Natürlich ist aber auch auf Gran Canaria die Zeit nicht stehen geblieben. Die Geschäfte liegen
da, wo man mit dem Auto leicht hinkommt. Hässliche Neubausiedlungen sind entstanden,
Dorfkerne verwaisen, alte Häuser stehen leer, die Landflucht hält an. Musste man sich früher
in Stunden- oder Tagesmärschen nach Las Palmas aufmachen, führen heute gut ausgebaute
Straßen dorthin, wo die besser bezahlten Bürojobs warten. Wer will da noch in Knochenarbeit
Land bestellen? Selbst wer in Tejeda oder Artenara hoch in den Bergen wohnt, ist nun in
weniger als einer Stunde in Gran Canarias Halbmillionenkapitale, in der es ebenso
südländisch hektisch zugeht wie beispielsweise in Sevilla oder Málaga.

Kaum noch etwas erinnert in Las Palmas an den Ort, den der spanische Conquistador Juan
Rejón 1478 vorfand, als er am 24. Juni mit 600 Getreuen an Land ging, um die mit 1532 qkm
nach Teneriffa und Fuerteventura drittgrößte Kanareninsel für die kastilische Krone zu erobern.
Weite Strände säumten den Nordosten der Insel. Ein munterer Fluss strömte der Küste dort
entgegen, wo heute die Viertel Vegueta und Triana aufeinander treffen. Fünf Jahre lang wehrten
sich die Altkanarier gegen die Eroberung. Dann setzten sich die Europäer mit Hilfe ihrer moderne
n Waffen (Gewehre) und ihres großen Heeres durch. Doch in den folgenden Jahrhunderten
blieben die Veränderungen weitgehend auf Las Palmas und dessen Umgebung beschränkt.
Der Anbau von Zuckerrohr und Südfrüchten erlebte Aufstieg und Niedergang. Der Schiffsverkehr
zwischen Europa, Afrika und Amerika bescherte der Stadt steigenden Wohlstand, aber auch
Piratenüberfälle auf den prosperierenden Hafen. Gran Canaria, das war Las Palmas. Der Rest
verharrte in bitterer Armut. Noch Anfang dieses Jahrhunderts wanderten Canarios zu
zehntausenden in die Karibik und nach Lateinamerika aus, um dem Hunger zu entkommen.
Die Familienbande in die Neue Welt sind noch immer stärker als zur Península, der
wenig geliebten »Halbinsel« Spanien.

Erst der Tourismus half Gran Canaria endgültig auf die Beine. Seit Anfang der Sechzigerjahre
im Süden eines der größten Ferienzentren Europas entstand, haben die Insel und ihre
Bevölkerung rasante Entwicklungen erlebt. 100 000 Gästebetten entstanden zwischen San
Agustín und Maspalomas, und ein Ende des Baubooms ist nicht in Sicht. Zu herrlich sind
Strände und die einmalige Dünenlandschaft, zu beständig das schöne Wetter, zu ideal die
Lage zwischen blitzblauem Meer und den sich dahinter auftürmenden Bergen. Immer mehr
blasse Nordländer entfliehen alljährlich dem deprimierenden Winterwetter, nisten sich in
adretten Bungalows, edlen Hotels und klotzigen Bettenburgen ein und freuen sich über eine
Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Urlauber perfekt angepasst wurde. So ist inmitten h
aushoher Palmen und ganzjährig blühender Blumenpracht aus Bougainvilleen, Geranien
und Hibiskus die Welt entstanden, die Touristen aus den bunten Prospekten kennen; der
Süden ist das zweite Gesicht Gran Canarias - ein künstliches.

Wie mit einem Katapult ins 20.Jh. geschossen, taten sich viele Canarios schwer, dies alles zu
verdauen. Das schnelle Geld lockte, selbst als ungelernter Kellner ließ sich anfangs viel mehr
als den kanarischen Durchschnittslohn verdienen. Der Süden zog Arbeitskräfte in Massen an;
drei Viertel der Bevölkerung arbeiten mittlerweile im Fremdenverkehr. Die Sitten und Gebräuche
der Ausländer rüttelten an dem traditionellen Weltbild der Einheimischen. Nicht das Wohlergehen
des Familienverbands, sondern eigenes Fortkommen schien Erfolg im Leben zu garantieren.
Vor allem junge Leute verführt das Leben der Touristen - stets gut drauf und mit Geld in der
Tasche - heute mehr denn je dazu, es ihnen so schnell wie möglich gleichtun zu wollen.
Wozu also noch seine Zeit mit einer fundierten Ausbildung verplempern? Doch verlangt der
Markt nun verstärkt Fachkräfte, die sich die Reisebranche mangels qualifizierter Insulaner aus
Spanien holen muss. Die Jugendarbeitslosigkeit auf den Kanaren ist trotz des Urlauberbooms
enorm hoch.

Viele Besucher sind nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Gando geschockt von der Kargheit
des Inselsüdens. Heruntergekommene, staubige Siedlungen, staubige Straßen, staubige
Felder und verfallene Plantagen, staubige Luft über Geröllhalden - auf der Fahrt nach Playa
del Inglés, dort, wo die meisten ihre Ferien verbringen, zeigt ihnen die Landschaft, was es
bedeutet, 350 Tage im Jahr brennender Sonne ausgesetzt zu sein. Selbst einheimische
Flora, die dieser Dürre noch Leben abtrotzt, verliert unter dem grauen Schleier alle Konturen.
Cardón (Säuleneuphorbien), Retama, Tabaiba oder Tajinaste - dickblättrige, buschige
Gewächse, die lange Zeit Wasser speichern können - haben sich in Jahrmillionen an eine
Existenz in diesen Trockenzonen angepasst, finden aber inmitten der Tristesse kaum Beachtung.
Stattdessen nimmt der Blütenzauber der Ferienorte, der nur dank aufwendiger Bewässerung
existieren kann, die Ankömmlinge gefangen. Viele verlassen diesen Teil der Insel während ihres
Urlaubs nie. Kilometerlange, feine Sandstrände, Sportanlagen, Funparks, Einkaufszentren,
Restaurants, Diskotheken und ein Kasino lassen keine Minute Langeweile aufkommen. Das
stets warme Klima, das Gran Canaria das ganze Jahr über zu einem besonders beliebten
Reiseziel macht, verleitet dazu, zu bleiben, wo es einem gut geht.


 

 

Wein:

Weinbau hat eine lange Tradition auf den Kanaren. Wohl bereits im 15.Jh. gelangten die ersten
Rebstöcke von Kreta aus nach Gran Canaria. Und bald schon rissen sich die europäischen
Königshäuser um die Tropfen aus der schweren Malvasíatraube, denen sogar Shakespeare
Tribut zollte, als er seinen Falstaff jubeln ließ: »Welch wunderbarer Nektar, der das Blut durchdring
t und parfümiert!« Viel ist von dieser Pracht nicht geblieben. 500 ha Weinberge gibt es noch an
den Hängen des Monte Lentiscal. Doch es lohnt sich, in einer der kleinen Bodegas vorbeizuschauen
und dabei eine der raren Flaschen Del Monte zu erstehen, erdigen, fruchtig - trockenen blanco
(Weißwein), tinto (Rotwein) oder den bernsteinfarbenen moscatel. Traubenernte ist im September.


 




Wasser:

Eine Insel, über der ewig die Sonne scheint, hat auch eine Kehrseite: den Mangel an Wasser.
Früher gab es Flüsse auf Gran Canaria, dichte Lorbeerwälder zogen Feuchtigkeit aus den
Passatwolken, Brunnen versorgten die Bauern. Nun sind die Bäume abgeholzt, die Brunnen
versiegt, nur ein Flüsschen fließt noch auf der Insel. In riesigen Stauseen, die meist bedrohlich
leer sind, wird Regenwasser gesammelt. Meerwasserentsalzungsanlagen versorgen die
Feriengebiete, Brauchwasser wird recycelt. All das kostet viel Geld und Energie. Daher hier
eine Bitte, die nicht oft genug wiederholt werden kann: Vergeuden Sie kein Wasser!


 

Lucha Canaria:

Die Lucha Canaria, den kanarischen Ringkampf, gab es schon zur Zeit der Altkanarier. Sie wird
nur auf den sieben Inseln des Archipels betrieben. In einem Kreis von ungefähr 15m Durchmesser,
der mit Sägespänen oder Sand ausgelegt ist, treten zwölf Kämpfer zweier Teams paarweise und
nach Gewichtsklassen gegeneinander an. In Ausgangsposition - vornübergebeugt einander
zugewandt und das aufgekrempelte Hosenbein des Gegners mit der linken Hand umklammernd -
beginnt der maximal drei Minuten dauernde Kampf. Mit verschiedenen Ringergriffen versuchen
die Luchadores, den Gegner auszuhebeln und zu Boden zu werfen. Gelingt dies, ist der
Kampf vorbei. Es sind sowohl Gewicht als auch Technik und Schnelligkeit ausschlaggebend.
Wer seinen Gegner in drei Kämpfen zweimal bezwingt, gewinnt. Die Mannschaft mit den
meisten Siegen entscheidet den Wettbewerb für sich. Die Lucha Canaria hat zwar ihren
Spitzenplatz im Sport an den Fußball verloren, dennoch ist das Interesse der Canarios noch
immer groß. Wichtige Turniere werden ausführlich im Fernsehen übertragen. Große Kämpfe
r sind sehr angesehen und verdienen mit ihrem Können viel Geld. Kämpfe finden, übers Jahr
verteilt, in vielen Orten statt. Tipps und Termine für den Besuch einer Lucha Canaria haben
die Touristenbüros.


 




Bananen:

Gran Canaria bietet Bananenpflanzen ein ideales Klima. Deshalb gibt es auch schon seit gut
100 Jahren riesige Plantagen auf der Insel. Im Norden bei Arucas und im Süden bei Arguineguín
bedecken hunderttausende der dicht an dicht stehenden Stauden weite Landstriche. Schauen
Sie sich mal eine von nahem an: Jede der großblättrigen Pflanzen entwickelt in ihrer fünf Monate
dauernden Lebensspanne eine riesige lila Blüte, aus deren Fruchtstand sich die Bananenfrüchte
entwickeln. Nach der Ernte schlagen Arbeiter die Stämme ab, während bereits junge Pflanzen
aus dem Boden sprießen. Kanarische Bananen sind kleiner als ihre mittelamerikanischen
Schwestern und wesentlich schmackhafter. Am besten kauft man sie auf dem Wochenmarkt in Las Palmas.


 



Dünen:

Die weißgolden flirrenden Dunas de Maspalomas bieten ein ganz besonderes Naturerlebnis.
Bis zu zwölf m hoch türmen sich die Sandwälle auf. 1,5km weit stoßen sie an ihrer breitesten
Stelle ins Landesinnere vor. Diese 418 ha Sand, durchsetzt mit einer eigenen Flora, sind seit
1987 als »Naturlandschaft von nationalem Interesse« unter Schutz gestellt. Sie bestehen nicht,
wie viele vermuten, aus Flugsand der nur 200 km entfernt liegenden Sahara, sondern fast
ausschließlich aus von der Brandung zerriebenem, angespültem Korallen- und Muschelkalk.
Und sie wandern. Im Schneckentempo kriechen die Dünen zwei bis fünf m pro Jahr in Richtung
Westen, immer wieder neu geformt und gezeichnet vom steten Passat. Erst mit größerer
Entfernung zum Meer stoppen stärkerer Pflanzenwuchs und abflauender Wind diese Bewegung.